Positionspapier der Landes-ASten-Konferenz Schleswig-Holstein

–   40 Mio € mehr! Wir fordern die Landesregierung auf, die allseits bekannte Unterfinanzierung der Hochschullandschaft Schleswig-Holsteins, in Höhe von 40 Mio. € jährlich, durch eine entsprechende Erhöhung der Ausgaben für Hochschulen, zu beenden. Gute Hochschulpolitik zeigt sich durch Taten und nicht durch leere Worte!


–   Studiengebühren ausschließen! Wir fordern die Landesregierung und die Landesrektorenkonferenz auf, auf die Forderung nach Studiengebühren jeglicher Art zu verzichten. Studiengebühren würden die soziale Schieflage des deutschen Bildungssystems und die geringe soziale Durchlässigkeit noch verstärken. Überdies führen sie, gerade als innerdeutsche Insellösung, zu einem massiven Attraktivitätsverlust des Hochschul- und damit auch des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Schleswig-Holstein. Besonders durch den Rückgang der Studierendenzahlen, der in ca. fünf Jahren einsetzen soll, hätten Studiengebühren
katastrophale Folgen für jenes Bundesland, dass schon jetzt mit einer unterdurchschnittlichen Akademisierungsquote zu kämpfen hat.


–   Wissenschaft anstreben! Wir fordern einen liberalen Übergang zwischen Bachelor und Master, d.h. eine Mindestzugangsnote von 4,0, damit der Masterabschluss zumRegelabschluss wird. Für das Lehramtsstudium fordern wir einen grundständigen Master. Deutschlands Wohlstand basiert nicht zuletzt auf exzellenter wissenschaftlicher
Ausbildung, diese gilt es zu erhalten.

–  Familien- und Lebensplanung ermöglichen! Wir fordern die Landesregierung
und die Universitäten auf, die Studierbarkeit der Studiengänge und die Vereinbarkeit von Studium und Familie zu gewährleisten. Dazu zählt die rasche Einführung von Teilzeitstudiengängen ebenso, wie die Anpassung der BAföG-Zahlung an die durchschnittliche Studiendauer.


–   Studentisches Engagement stärken! Wir fordern die Landesregierung auf, die studentische Mitbestimmung, durch zusätzliche studentische Sitze im Senat, auszubauen. Die Politikverdrossenheit unter den Studierenden, ist nicht zuletzt einem massiven Gefühl der Fremdbestimmung und Unwirksamkeit geschuldet.


–   Fachhochschulen aufwerten! Wir fordern das Promotionsrecht für Fachhochschulen und einen leichteren Wechsel zwischen Universitäten und Fachhochschulen.


Weitere Punkte, die es bei einer kommenden Hochschulgesetzes-Novelle zu beachten gilt:
–   Abschaffung des Universitätsrat
–   Abschaffung der privatwirtschaftlichen Akkreditierung
–   Gleichstellung forcieren